it

Wann kann Tierhysiotherapie und -osteopathie eingesetzt werden?

Wann kann Tierhysiotherapie und -osteopathie eingesetzt werden?

Besonders nach Sportverletzungen, bei chronischen Gelenkserkrankungen, nach einer OP, oder im fortgeschrittenen Alter, kann die Tierphysiotherapie und – osteopathie, als Ergänzung zur Schulmedizin, sehr gut eingesetzt werden und gute Erfolge erzielen.

Vielleicht wissen Sie aus eigener Erfahrung wie schnell Muskulatur infolge von Nichtgebrauch beispielsweise eines Beines nach einer Kreuzband-OP abbaut und verhärtet. Durch die schmerzbedingte Ruhigstellung der betroffenen Gliedmaße sind aber nicht nur Veränderungen der Muskulatur, sondern auch eine eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, sowie Veränderungen von Knochen-, Bänder- und Sehnengewebe möglich.

Der Gelenksknorpel der beteiligten Gelenke kann Schaden nehmen. Er wird nicht ausreichend ernährt, da die für die Versorgung des Knorpels essentielle Gelenksschmiere (Synovia) ohne Bewegung nicht gebildet und kein Austausch in der Gelenkskapsel stattfinden kann.

Durch die Schmerzen und die Instabilität nehmen die Tiere für längere Zeit eine Schonhaltung ein. Durch diese gerät die gesamte Körperstruktur durcheinander. Andere Gliedmaßen werden stärker belastet und fangen an zu schmerzen, insbesondere bei großen Hunderassen. Die Schiefhaltung belastet nicht nur die Gliedmaßen sondern auch die Wirbelsäule und die dazugehörige Muskulatur. Ein abnormales, ungesundes Gangbild kann die Folge sein. Das Tier ist insgesamt äußerst verspannt und hat selbst nicht die Möglichkeit zur Abhilfe. Nach einiger Zeit schmerzen die sekundären Muskelverspannungen und die Überlastung mehr als das Ursprungsproblem.

Hier setzen die Physiotherapie und Osteopathie begleitend ein. Verspannungen und Blockaden werden gelöst, Gelenke passive bewegt, die schwache Muskulatur gestärkt und gedehnt, der Heilungsprozess verkürzt und schlussendlich das Wohlbefinden des Tieres gesteigert. Wichtig ist dabei auch die Mitarbeit der Tierbesitzer, welchen die Tierphysiotherapeutin Übungen, Massagetechniken und passive Bewegungsformen zeigt, welche sie Zuhause mit ihrem Tier durchführen können.

Dies gilt nicht nur für die rehabilitative Behandlung, sondern auch für anderer Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B. Arthrose in Folge einer Dysplasie.